Plungė entdecken: Park, Palais und Stadtgeschichte
Unterkünfte in Plungė
Kurzfakten zum Thema
Plungė verbindet die Landschaft des ehemaligen Gutsparks mit Kirchen, Denkmälern und einer ausgeprägten Kulturgeschichte. Für Ihre Reiseplanung können Sie überlegen, ob Sie den Schwerpunkt auf die Parkroute, das Palais und seine Traditionen oder auf die Bauwerke der Stadt legen möchten. Diese Interessen bieten auch einen konkreten Ausgangspunkt für die Suche nach einem Hotel in Plungė.
Plungė St John the Baptist church building complex and Lourdes replica with a sculpture of the Holy Virgin Mary 34-P
Foto: Žemaitijos kelias via Source, CC BY-SA 4.0
- Sieben Kaskadenteiche prägen den Park des Guts Plungė; steinerne Brücken oder Schleusen verbinden sie, und der Babrungas fließt durch den Park.
- Die Besucherroute durch den Park beginnt am Haupteingang, nahe dem Tourismusinformationszentrum des Bezirks Plungė.
- Von der Route sehen Sie Teiche, alte Bäume und Sträucher sowie das zwischen den Bäumen sichtbare Neorenaissance-Palais.
- Die Perkūnas-Eiche steht im zentralen Parkbereich nahe dem Oginskis-Palais und ist seit 1960 ein Naturdenkmal.
- Der Uhrturm ist zwölf Meter hoch, hat eine Uhr mit nur einem Zeiger und eine stündlich ausgelöste Glocke.
- Das Žemaičiai-Kunstmuseum befindet sich im Palais von Mykolas Oginskis und bewahrt die Traditionen des Guts.
- Die Kirche des heiligen Johannes des Täufers und ihr Glockenturm erzählen von mehreren Bauphasen des 19. und 20. Jahrhunderts.
Parklandschaft rund um das Oginskis-Palais
Der Park des Guts Plungė lässt sich über seine Teichlandschaft und die Besucherroute kennenlernen. Die sieben Kaskadenteiche wurden auf Anordnung von Herzog M. Oginskis angelegt; steinerne Brücken beziehungsweise Schleusen verbinden sie miteinander. Der Fluss Babrungas fließt durch den Park. Auf der Route kommen diese Wasserelemente zusammen mit alten Bäumen und Sträuchern in den Blick. Das Palais im Neorenaissance-Stil ist dabei durch das Geäst zu sehen.
Ein markanter Ort im zentralen Parkteil ist die Perkūnas-Eiche, nahe dem Oginskis-Palais. Ihre Auszeichnung als Naturdenkmal geht auf das Jahr 1960 zurück. Wer bei einem Besuch gern Landschaft und Baugeschichte zusammendenkt, findet im Park beides: die von Menschen gestalteten Teiche und den Blick auf das Palais. Der Startpunkt der Besucherroute am Haupteingang nahe dem Tourismusinformationszentrum gibt Ihnen eine klare Orientierung für diesen Schwerpunkt.
Uhrturm und Kirchenbau
Der rote Backstein-Uhrturm von Plungė ist zwölf Meter hoch. Seine Uhr hat nur einen Zeiger, und eine Glocke wird stündlich ausgelöst. Der Turm gilt als ältestes rotes Backsteingebäude der Stadt; seine Gestalt erinnert an eine kleine Version des Palazzo Vecchio in Florenz. Nach Restaurierungs- und Rekonstruktionsarbeiten im Jahr 2012 zog die Plungė Clock Tower Library in das Schloss ein.
Die Gebäude der Kirche des heiligen Johannes des Täufers gelten als Hauptattraktion der Altstadt. Die Kirche ist neoromanisch, hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes und zwei Türme. Ihre heutige steinerne Ausführung entstand von 1902 bis 1933 nach einem Entwurf des Ingenieurs Steponas Stulginskis, der auf Karl Strandmans ursprünglichen Entwurf zurückging und überarbeitet worden war. Der Glockenturm ist ein integraler Teil des Kirchenkomplexes; Graf P. Zubov ließ ihn 1850 errichten.
Museum, religiöses Erbe und Persönlichkeiten
Im Palais von Mykolas Oginskis befindet sich das Žemaičiai-Kunstmuseum, das die Traditionen des Guts bewahrt und pflegt. Für Gruppen werden Führungen auf Englisch oder Russisch angeboten; eine Gruppe umfasst höchstens 25 Personen. Damit können Sie bei Ihrer Planung unterscheiden, ob Sie das Palais als Ort der Gutstradition oder vor allem die Parklandschaft in den Mittelpunkt stellen möchten.
Auch die Geschichte von M. K. Čiurlionis ist mit Plungė verbunden. Er studierte von 1889 bis 1892 an der Orchesterschule des Guts von M. M. Oginskis und spielte außerdem Flöte im Oginskis-Orchester. 1909 lebten M. K. Čiurlionis und Sof. Čiurlionienė-Kymantaitė im alten Pfarrhaus. Im Park steht neben dem Palais ein Denkmal für Čiurlionis, das die Verbindung zwischen ihm und Mykolas Oginskis symbolisiert.
Zum religiösen Erbe gehört die restaurierte Lourdes-Grotte mit einer Kopie der Marienstatue. Sie wurde am 20. Oktober 1990 feierlich geweiht. Auf dem alten Friedhof steht außerdem die steinerne katholische Kapelle des heiligen Johannes des Täufers, auch Allerheiligenkapelle oder Zubov-Kapelle genannt. Sie wurde 1858 im Stil des romantischen Klassizismus errichtet. Das Freiheitsdenkmal ergänzt die städtische Erinnerungsgeschichte: Es entstand 1928 zum Gedenken an ein Jahrzehnt litauischer Unabhängigkeit, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen und 1992 wiederaufgebaut.
Den Aufenthalt nach Ihren Interessen ausrichten
Die Sehenswürdigkeiten setzen unterschiedliche Akzente: Im Park stehen Wasseranlagen, Bäume und der Blick auf das Palais im Vordergrund; die Altstadt bietet markante Kirchenarchitektur, und Museum sowie Denkmäler führen zu den kulturellen und historischen Themen Plungės. So orientieren Sie sich an den Erlebnissen, die Sie tatsächlich einplanen möchten, statt verschiedene Kulturorte zu einem einzigen Programmpunkt zusammenzufassen.
Weitere Orte zur Reiseplanung: Gečaičiai, Rapaliai, Telšiai, Varniai, Luokės Seniūnija, Mažeikiai, Plateliai, Ubiškė.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Telšiai.