Prominente Litauer
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Die Berühmtheiten von Litauen kann man in zwei Hauptgruppen teilen: kreative Leute (Schauspieler und Schriftsteller) und Sportler. Es kam so heraus, dass die meisten bekannten Persönlichkeiten, die zu verschiedenen Zeiten die Republik berühmt machten, entweder Vertreter der Boheme oder hervorragende Sportler waren. Dabei gibt es in Litauen außer Prominenten auch noch eine Gruppe, die konkurrenzlos ist. Das sind Nationalhelden.

Es gibt in Litauen wenigstens drei Nationalhelden. Sie alle sind die Fürsten des Großfürstentums Litauen gewesen. Der erste heißt Mindowg, er ist der am meisten verehrte Held in Litauen. Gerade er hat einmal den ersten litauischen Staat gegründet. Mindowg (Mindaugas) ist heute der meistgewählte Jungenname im Lande.

Der Fürst Gediminus , der nach Mindaugas regiert hat, ist durch viele seine Taten berühmt geworden. Und gerade er hat Vilnius gegründet. Eine der Hauptsehenswürdigkeiten der litauischen Hauptstadt ist der Gedeminus-Turm aus dem roten Ziegel, der zum Symbol der litauischen Staatlichkeit geworden ist.

Der dritte Held ist der Fürst Witaut. Er ist dadurch berühmt, dass Litauen in der Epoche seiner Regierung eine richtige Blütezeit erlebt hat. Seine Grenzen erstreckten sich zu jenen Zeiten (im 15.-16. Jahrhundert ) vom Baltikum bis auf die Krim. Unter dem Kommando von Witaut wurde der lauteste Sieg in der Geschichte des Fürstentums errungen. Im Jahre 1410 hat das litauisch-polnisch-russische Heer den Deutschen Orden vernichtet. Dazu gilt Witaut als der letzte Große Fürst von Litauen.

Die Kultur von Litauen kann man sich ohne Mikalojus Tschiurlenis nicht vorstellen. Dieser einmalige Mensch hat in sich sofort zwei Genies vereinigt – das Genie eines Künstlers und eines Komponisten. Die Musik und die Malerei von Tschiurlenis macht uns mit der „metaphysischen“ Seite Litauens bekannt. In Litauen gibt es zwei Museen, wo man das Erbe des Meisters kennenlernen kann. Das sind das Nationalmuseum von Tschiurlenis in Kaunas und das Museumhaus des Malers in Druskininkaj.

Noch ein lauter Name ist Thomas Mann. Obwohl er ein großer deutscher Schriftsteller ist, wird sein Name in Litauen ausschließlich verehrt. Der Nobelpreisträger war einer der ersten, der der Welt über die Kurskaja Landzunge, einen wunderschönen Ort des litauischen Baltikums erzählt hat. Hiesige Stille, Ruhe und Zufriedenheit regten den Schriftsteller dazu an, auf dieser Halbinsel, in der Siedlung Nida, eine Datscha zu bauen. Heute ist auf ihrer Basis eines der zwei litauischen Bernsteinmuseen geöffnet.

In der neuesten Geschichte von Litauen gibt es das ganze Sternbild der bekannten Theaterpersönlichkeiten. Die prominentesten von Ihnen sind der Regisseur und Experimentator Ejmuntas Niakroschius (der beste Theaterregisseur Europas im Jahre 1992) und Schauspieler Donatas Banionis (er hat die Rollen in den Filmen „Soliaris“ von Andrej Tarkowski und „Roter Zelt“ von Michail Kalatosow gespielt). Banionis ist außerdem der Ehrenbürger der litauischen Stadt Paneweshis.

Es gibt wahrscheinlich keinen im heutigen Litauen, der für das Image des Landes so viel gemacht hat, wie der Basketballspieler Arwidas Sabonis. Mit 17 Jahren ist er Weltmeister geworden (es ist ein präzedenzloser Fall) und mit 33 Jahren wurde er zu einem der leuchtendsten Sterne der Nationalen Basketballvereinigung. Heute ist der Name Sabonis in Litauen ein Gattungsname geworden. Der Champion selbst besitzt einige Immobilien in Litauen, darunter auch das bekannte Hotel "Pusu Paunksneje" 4* in Palanga und den Nachtklub «11» - einen der beliebtesten Klubs von Kaunas.

Viele berühmte Persönlichkeiten haben litauische Wurzeln. Die Oma von dem Sänger Leonard Cohen stammt aus Kaunas. Für Litauer können sich die skandalbekannte Monika Lewinski, der Designschöpfer der kleinsten amerikanischen Münze Lincoln Penny Wiktor Branauskas und der erste Direktor von FBI Aleksandr Bialskis halten.

Und vor kurzem ist Litauen zur Heimat noch einer, diesmal einer erdichteten Person geworden. Es ist „der böse Genius von Hollywood“, der Held der Filme „ Schweigen der Lämmer“, „ Der rote Drache“ und „ Der Kannibale“, der Menschenfresser Hannibal Leckter. In senem letzten Roman hat der Schriftsteller Thomas Harris, der diese Person geschaffen hat, als seinen Heimatort einen der Vororte von Vilnius angegeben. Nach der Erstaufführung des Filmes „Kannibale, Aufstieg“ (es ist die Verfilmung des Romans) erschien in Litauen eine Spezialtour „ Der Kannibale in Vilnius“, während deren man unter anderem an dem Festmahl des Kannibalen teilnehmen kann.


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Kommentar

Kommentar (2)
Kleopatra (02.02.2010)
Kommentar: Wenn es schon um nationale Größen oder gar Helden geht, sollten doch mindestens ihre Namen richtig geschrieben werden! Gediminas Vytautas Mikalojus Konstantinas Ciurlionis Arvydas Sabonis Eimuntas Nekrosius und last but not least: Panevezys Kurische Nehrung
Thomas (13.06.2010)
Kommentar: dasdasd

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